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  • Steffi

Egozentrische Empathie

Auf Korsika bin ich jeden Morgen mit meinen Hunden einer Schafherde begegnet.

Sie wurde von Hunden bewacht. Irgendwo in der Natur. Die Hunde lagen im Schatten unter einem Busch und machten ihren Job. Wenn wir kamen, bellte der lahmende Bernhardinermischling liegend einmal kurz, der blinde Mischling sprang auf und bellte in unsere Richtung, zwei junge Hunde rasten zähnefletschend auf uns zu und ein paar andere Hunde trieben die Schafe in den Schatten.

Sie hatten kahle Stellen vom Flohjucken und waren abgemagert.

Jeden Morgen fragte ich mich ob ich woanders hergehen sollte um ihnen das zu ersparen.

Eines Morgens einsam, am Strand laufend bei Sonnenaufgang, kam mir der Gedanke...

Wenn ich als Hund geboren werden würde, welches Hundeleben hätte ich gerne..

Und sah auf meine beiden Hunde, die vor mir durch den Sand rannten.

Ohne Leine, meist in meiner Nähe... Fast immer draußen... Jeden Tag etwas zu fressen...


Und dachte...

Ich wäre gerne einer von den gehandicapten....


Und dachte an meine Planwagenfahrt in Ungarn, die von einem Rudel wilder Hunde begleitet wurde und die Hündin, die nachts geworfen hatte und morgens ihre Welpen tötete um mit uns weiter zu ziehen....

Als ich auf Sardinien am Flughafen all die Plastikkisten mit den "geretteten" Hunden sah, fragte ich mich, ob die Menschen, die das organisiert haben wohl vom geregelten Leben in der Etagenwohnung träumten....


Als der Kanarienvogel abends vor mir in meinem Garten hüpfte, sagte ich ihm...

Du kannst den Rest Deines Lebens in einem Käfig verbringen oder Dir einen schönen Abend machen....

Und fragte mich, warum er Schwierigkeiten hat sich den Abend schön zu machen....

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